Montag, 20. Juli 2015

Am Mittagstisch

Höre die Musik
still und sanft
Ein Leises Drücken der Klaviertasten
Höre die Finger die Saiten entlang hasten
Und beginne zu denken
Was da war - gerade noch - vor einer Stunde
Und beim denken zieh´n die Gedanken ihre Runde

Das Klimpern der Tasten
Hör die Tür ins Schloss einrasten
Hinter mir.
Bin allein, will allein sein oder doch lieber nicht?
Denke an eben, wie es war im Küchenlicht.

Wir sitzen und Schweigen
Hör´n nicht auf den Kopf zu neigen
Wir sitzen und Schweigen
Mit gekreuzten Beinen
Und Weinen
Die Tür geht auf, er kommt rein
fragt muss das Theater denn sein?

Und es ist als wär ein Schalter umgelegt
aus dem schrillen Schweigen wird schallendes Schreien
Die Schimpfwörter fliegen quer durch den Raum
ergießen sich über uns, wie in nem bösen Traum
Enttäuschung.Theatralik.Wut.Zorn.
All das steht in der Luft
Erdrückt mich, bin gefangen wie in ner engen Kluft
Diese quälende Laune
Steht mitten im Raume

Dazwischen das Essen
Es wird weder getrunken noch gegessen
Bis es kalt ist. Genau wie wir.
Ich stehe auf, gehe zur Tür und jetzt bin ich hier.
Während sie sitzen und schweigen
nicht aufhörn den Kopf zu neigen.

Das Lied ist vorbei.Und alles ist still.


PK

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